Eine gut vorbereitete Begehung macht sichtbar, welche Montageleistungen fertiggestellt sind und welche Punkte noch geklärt werden müssen. Bei Sandwichplatten sollten dazu die vereinbarten Flächen, Anschlussarbeiten und Unterlagen eindeutig zugeordnet sein. Dieser Leitfaden unterstützt die organisatorische Vorbereitung. Ablauf, Beteiligte und erforderliche Unterlagen werden für das konkrete Projekt vereinbart.
Zuerst den betrachteten Abschnitt festlegen
Definieren Sie, welche Gebäudeseite, Zone oder Leistungsposition gemeinsam angesehen wird. Bei einer Teilübergabe reicht der Name des Gesamtprojekts nicht aus. Markieren Sie den Abschnitt in der Zeichnung und benennen Sie die Arbeiten, die dazugehören. Ebenso sollten Leistungen anderer Gewerke als solche erkennbar sein.
Stellen Sie die gültigen Unterlagen bereit: den vereinbarten Montageumfang, die maßgeblichen Zeichnungen und die bestätigten Änderungen. Ohne diesen Bezug lässt sich eine Beobachtung zwar beschreiben, aber schwer dem Auftrag zuordnen. Prüfen Sie deshalb vor der Begehung, ob alle Beteiligten denselben Dokumentationsstand verwenden.
Die Begehung nach Bauteilen strukturieren
Planen Sie einen nachvollziehbaren Rundgang durch den vereinbarten Abschnitt. Beginnen Sie beispielsweise bei einer eindeutig bezeichneten Achse und folgen Sie den Flächen bis zu den Anschlussbereichen. Die Reihenfolge dient der Dokumentation. Sie ist keine allgemeine technische Prüfvorschrift.
- Flächen: Welche vorgesehenen Paneelbereiche sind ausgeführt?
- Öffnungen: Sind die vereinbarten Ausschnitte und zugehörigen Arbeiten erfasst?
- Kantteile: Welche Sockel-, Eck-, Laibungs- und Abschlusspositionen gehören zum Abschnitt?
- Schnittstellen: Welche Übergänge zu anderen Gewerken sind fertig, welche bleiben offen?
- Dokumentation: Liegen die vereinbarten Aufzeichnungen und Änderungsbestätigungen vor?
Beobachtungen eindeutig zuordnen
Notieren Sie Beobachtungen möglichst konkret. „Fassade prüfen“ ist wenig hilfreich. Besser sind Ort, betroffenes Bauteil und eine sachliche Beschreibung. Ein Foto erhält dieselbe Kennzeichnung wie der Eintrag. So lässt sich der Punkt später wiederfinden, ohne den gesamten Rundgang zu wiederholen.
Offene Punkte mit dem nächsten Schritt versehen
Trennen Sie eine festgestellte Abweichung, eine noch nicht ausgeführte Vertragsleistung und einen neuen Zusatzwunsch. Diese Fälle führen zu unterschiedlichen Abstimmungen. Wird beispielsweise eine zusätzliche Öffnung gewünscht, gehört sie in die Änderungsklärung. Sie sollte nicht ohne Einordnung als unerledigte ursprüngliche Montageposition erscheinen.
Vereinbaren Sie zu jedem offenen Punkt einen zuständigen Ansprechpartner und den nächsten Schritt. Ein Termin wird erst eingetragen, wenn er abgestimmt ist. Halten Sie außerdem fest, wie die Erledigung dokumentiert oder erneut gemeinsam angesehen werden soll. Dadurch bleibt die Liste im weiteren Projektverlauf nutzbar.
Verdeckte Bereiche frühzeitig berücksichtigen
Manche Anschlussbereiche sind nach dem nächsten Bauabschnitt nicht mehr zugänglich. Besprechen Sie deshalb bereits bei der Arbeitsvorbereitung, ob dort eine Zwischenkontrolle oder Dokumentation vereinbart werden soll. Die spätere Abschlussbegehung kann einen bereits verschlossenen Bereich nicht einfach sichtbar machen. Unser Leitfaden zu Anschlüssen und Schnittstellen hilft bei dieser Abstimmung.
Die Übergabe im Auftrag mitdenken
Bei Panel Montage werden Umfang und Bedingungen anhand des konkreten Projekts vereinbart. Fragen zur Übergabe gehören deshalb bereits in die Vergabe des Montagepakets. Nennen Sie Ansprechpartner, vorgesehene Teilabschnitte und benötigte Unterlagen frühzeitig. So kann die Dokumentation während der Ausführung auf diese Vereinbarung ausgerichtet werden.
Wenn Sie ein Montagepaket vorbereiten, beschreiben Sie uns Projektort, Bauteile und Zeitraum. Ergänzen Sie, ob abschnittsweise Übergaben vorgesehen sind. Wir stimmen die Montageleistungen und ihre Schnittstellen mit Ihnen ab.